Unser Bildungsprofil

Die Sportjugend im SSB Münster ist die Jugendorganisation des Stadtsportbundes Münster e.V. In dieser Rolle sind wir als Träger der freien Jugendhilfe nach dem Kinder- & Jugendhilfegesetz des Landes Nordrhein-Westfalen anerkannt. Diese Anerkennung gilt auch für die Kinder- und Jugendabteilungen der im Stadtsportbund zusammengeschlossenen Sportvereine, sofern sie sich eine Jugendordnung nach den Vorgaben des Kinder- und Jugendhilfegesetzes gegeben haben.

In unserer Doppelfunktion als Träger des gemeinwohlorientierten Kinder- und Jugendsports und als Träger der freien Jugendhilfe vertreten wir – die Sportjugend im SSB Münster – die Bewegungs-, Spiel- und Sportinteressen aller Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsenen unter 27 Jahren in der Stadt Münster. Daher verstehen wir unser bürgerschaftliches Engagement innerhalb der Zivilgesellschaft auch als organisierte und teilinstitutionalisierte Bildungsarbeit.

Unser Selbstverständnis als Bildungsakteur

  • Wir verstehen uns als Akteur der Kinder- und Jugendbildung gemäß den Bestimmungen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG).
  • Unser Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Qualitätsentwicklung der von den Sportvereinen bereitgestellten bewegungs-, spiel- und sportpädagogischen Angebote.
  • Bei unserer Arbeit konzentrieren wir uns auf die Integration sozialpädagogischer Konzepte in die sportliche und außersportliche Kinder- und Jugendarbeit.
  • Unsere Bildungsarbeit richtet sich an die Kinder- und Jugendabteilungen der Sportvereine, Kindertagesstätten, Schulen insbesondere Ganztagsschulen und das kommunale Bildungsnetzwerk.
  • Aus unserer Sicht bieten insbesondere Sportvereine einen hervorragenden Rahmen für alltägliche Bildungsprozesse.

Unser Verständnis von Sport

  • Sport ist jener Kulturteil, in dem die körperbetonte, spielerisch-sportliche Bewegung des Menschen in unterschiedlichen Formen und Zugangsweisen Gestalt annimmt.
  • Sport ist für uns „Bewegung, Spiel und Sport“ (BeSS).
  • Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bieten BeSS-Angebote über den motorischen Bereich hinaus vielfältige Bildungschancen und unterstützen außersportliche Bildungsprozesse.

Unser Verständnis von Bildung

  • Bildung geschieht ganzheitlich und kann nur gelingen, wenn kognitives, soziales, emotionales und motorisches Lernen verbunden werden.
  • Ziel aller Bildungsprozesse ist die Förderung der individuellen Gestaltungsfähigkeit. Gerade in Bewegung, Spiel und Sport können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene hierzu vielfältige Erfahrungen sammeln.
  • Durch Selbsterfahrung sollen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene dazu befähigt werden, die Bildungspotenziale von BeSS selbstständig und in sozialer Verantwortung für ihre individuelle Lebensgestaltung zu nutzen.

Unsere pädagogischen Prinzipien

  • Für uns sind die gleichberechtigte Teilhabe an Vereinsangeboten (Partizipation) und eine kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Handeln (Reflexion) in BeSS zentrale Bestandteile aller Bildungsprozesse.
  • Weitere zentrale Bestandteile aller Vereinsangebote sind Integration und Inklusion.
  • Die Teilhabe an Vereinsangeboten ist unabhängig von Geschlecht, Ethnie, Religion oder sexueller Orientierung.
  • Bewegung, Spiel und Sport dienen der Aktivierung gesundheitsfördernder Ressourcen (Salutogenese).
  • Für uns ist die Förderung von Werteorientierung, Umweltbewusstsein und interkultureller Kompetenzen wichtig.


Schwerpunkte unserer Bildungsarbeit

1.     Kinder- und Jugendarbeit im Sportverein

  • Im Zentrum unseres Engagements steht die ganzheitliche Entwicklungsförderung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Kinder- und Jugendabteilungen unserer Sportvereine.
  • Diese bilden das Herzstück des gemeinwohlorientierten Kinder- und Jugendsports.
  • Grundlage der Bildungsarbeit ist die Bildungskonzeption der Sportjugend NRW (Hier fließen bewegungs- und   sportpädagogische Intentionen mit den Bestimmungen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes zusammen).

Unsere Ziele

  • Qualitätsentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit in den Sportvereinen durch Beratung und Qualifizierung.
  • Förderung der Partizipation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den sportlichen und außersportlichen Angeboten der Sportvereine.
  • Förderung Jugendlicher und junger Erwachsener innerhalb der Strukturen des organisierten Sports in Partizipation, bürgerschaftlichem Engagement und Demokratieverständnis.
  • Stärkung der Anerkennungskultur in Bewegung, Spiel und Sport.
  • Entwicklung und Unterstützung von inkludierenden Sportangeboten in den Mitgliedsvereinen. 

2.     Zusammenarbeit von Sportvereinen mit Institutionen im Bereich der Kindertagesstätten/Kindertagespflege

  • Das Kinderbildungsgesetz stärkt den Erziehungs- und Bildungsauftrag der Kindertagesstätten.
  • Bewegung und Ernährung (Körperbewusstsein und Gesundheit) sind zentrale Bildungsbereiche im Lebensalltag von Kindern.

Unsere Ziele

  • Umsetzung des landesweiten Programmes „Anerkannter Bewegungskindergarten des Landessportbundes NRW“.
  • Unterstützung von Sportvereinen bei Kooperationen mit Kindertagesstätten.
  • Beratung und Unterstützung von Kindertagesstätten bei ihrer bewegungsorientierten Profilierung.
  • Förderung der Anerkennungskultur durch Bewegungsabzeichen (z.B. Kibaz des Landessportbundes NRW).

3.     Zusammenarbeit von Sportvereinen mit Schulen, insbesondere Ganztagsschulen

  • Die Zusammenarbeit von Sportvereinen und Schulen basiert auf den von der Landesregierung NRW erlassenen pädagogischen und schulaufsichtlichen Grundlagen und wird zusätzlich vom Landessportbund NRW und der Landesregierung gefördert.
  • Bewegung, Spiel und Sport sind unverzichtbare Bestandteile des schulischen Erziehungs- und Bildungsauftrages.
  • Die Zusammenarbeit wird von den Koordinierungsstellen Ganztag bei den Bünden und den Beratern im Schulsport inhaltlich gestaltet.
  • Für die Zielerreichung ist eine intensive, verantwortungsvolle Zusammenarbeit aller Partner erforderlich.

Unsere Ziele

  • Förderung der Kooperation zwischen Sportvereinen und Schulen/Schulträgern.
  • Unterstützung von Sportvereinen bei der Qualifizierung ihrer Sportfachkräfte für die Durchführung pädagogischer Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote insbesondere an Ganztagsschulen.
  • Anregung zur Qualifizierung von SchülerInnen zu SporthelferInnen und Integration der SporthelferInnen in die Vereinsarbeit.
  • Unterstützung bei der Vernetzung von Sportvereinen und Schulen .

4.     Kommunale Entwicklungsplanung/Netzwerkarbeit

  • Arbeit der regionalen Bildungsnetzwerke soll darauf abzielen, die strukturelle und inhaltliche Vielschichtigkeit unseres Bildungssystems durchschaubarer zu machen.
  • Das Zusammenwirken und die Angebote der lokalen Bildungsakteure verfolgen das Ziel, die Abhängigkeit des Bildungserfolges von der sozialen Herkunft von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufzulösen.
  • Nach den landesweiten Vorgaben ist eine Mitwirkung der Sportorganisationen in den regionalen Bildungsnetzwerken ausdrücklich vorgesehen.

Unsere Ziele

  • Ausbau des regionalen Netzwerkes des organisierten Kinder- und Jugendsports.
  • Sicherung einer kompetenten Vertretung der Bewegungs-, Spiel- und Sportinteressen der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in allen relevanten kommunalen Politikbereichen.
  • Sicherung einer kompetenten Interessenvertretung des gemeinwohlorientierten Kinder- und Jugendsports in der lokalen Bildungslandschaft, sowie Auf- und Ausbau von Bildungspartnerschaften.
  • Mitgestaltung im kommunalen Ausschuss für den Schulsport, sowie Aufnahme in den kommunalen Ausschuss für Schule und Weiterbildung.


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