31.03.2026
zu den Anschuldigungen des Machtmissbrauches beim Ruderverein Münster äußern sich die Vorstände des SSB Münster und seiner Sportjugend wie folgt:
Der Ruderverein Münster von 1882 e. V. (RVM) hat die seit
gut einem Jahr laufende Aufarbeitung der Anschuldigungen gegen seinen
Cheftrainer offiziell für beendet erklärt. Der Abschlussbericht liegt dem
Stadtsportbund (SSB) Münster nicht vor. Daher können wir hierzu nicht konkret
Stellung nehmen.
Wir danken dem seit gut einem Jahr im Amt befindlichen
Vereinsvorsitzenden Martin Asholt ausdrücklich für seine Bemühungen, einen
möglichst objektiven Aufarbeitungsprozess durchzuführen und dabei auch den
Betroffenen Gehör zu schenken. Damit ist Herrn Asholt grundsätzlich etwas
gelungen, was aus unserer Warte allen anderen mit der Thematik befassten
Organisationen leider nicht gelungen ist.
Bei der nach unserem Wissensstand hohen Anzahl an Meldungen Betroffener
müssen wir aber gleichwohl hinterfragen: Wie kann es sein, dass nach einem
Entschuldigungsgespräch mit nur einer einzigen betroffenen Person der
Aufarbeitungsprozess für beendet erklärt wird? Und warum wird dies
ausschließlich per Pressemitteilung kommuniziert? Aus unserer Sicht müsste es
neben der Pressemitteilung einen differenzierten Abschlussbericht geben.
Der SSB befürchtet, dass ein solches Vorgehen kein Vertrauen
aufbaut, sondern die Wahrscheinlichkeit senkt, dass sich Betroffene bei
ähnlichen Vorfällen überhaupt den verantwortlichen Personen in ihrem Verein
anvertrauen.
In der Pressemitteilung wird auf die Belastungen
hingewiesen, die der beschuldigte Trainer ausgesetzt war. Die Belastung der
betroffenen Sportlerinnen und Sportler bleibt jedoch unerwähnt. Wir erwarten,
dass die Perspektive der Betroffenen in Abschlussberichten ebenfalls eine
hinreichende Berücksichtigung findet. Nur so kann aus unserer Sicht eine
glaubhafte Positionierung „Gegen Gewalt im Sport“ erfolgen.
Sportjugend im SSB Münster e.V.
Mauritz-Lindenweg 95
48145 Münster
0251/38347647 oder 0251/ 38347649
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